Beratung & Finanzierung

Hilfe aus einer Hand

Studieren bereichert die persönliche Entwicklung auf dem Weg zum Beruf, kann aber im Alltag mit zahlreichen Anforderungen auch anstrengend sein. Gerade in Prüfungsphasen oder bei finanziellen Problemen können psychischer Druck und Stress stark zunehmen.

Finanzielle Nöte und soziale Problemstellungen hängen dabei oft zusammen und können psychische Belastungen auslösen oder verstärken. So erhalten Studierende in unserem Bereich Beratung & Finanzierung eine breit aufgestellte, vernetzte Unterstützung, die schnell und bereichsübergreifend hilft.

Wir informieren konkret und verantwortungsvoll über Finanzierungsmöglichkeiten und leisten selbst Unterstützung – auch in akuten Notsituationen, zum Beispiel in Form von Darlehen und finanzieller Hilfe. Unsere kostenlose Rechtsberatung unterstützt Studierende bei juristischen Fragen. Bei erschwerten sozialen Bedingungen, wie Studieren mit Kind oder bei Beeinträchtigung und chronischer Krankheit, stehen wir mit Fachkenntnissen zu sozialen Leistungen und Unterstützung im Studienalltag helfend zur Seite. Internationalen Studierenden geben wir bei Bedarf Orientierung bei Fragen rund um das Studium. In der Psychosozialberatung helfen wir Studierenden bei psychischen Problemen und leisten in Krisensituationen Hilfe. Bereits seit 10 Jahren unterstützen unsere Psycholog*innen Studierende bei Lernschwierigkeiten und depressiven Verstimmungen.

Highlights

Schnelle Finanzierungshilfen für Studierende in Not

Wir unterstützen seit 2015 Studierende mit dem Nothilfefonds, der ausschließlich durch Spenden von Förderern und Unternehmen gespeist wird. Studierende, die unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten, können die finanzielle Hilfe schnell und unbürokratisch in Anspruch nehmen.

Studienfinanzierung leicht(er) gemacht

Die Sozial- und Finanzierungsberatung ist stets für Studierende da, wenn es um Fragen rund ums Geld im Studium geht. Im Jubiläumsjahr 2023 veranstalteten unsere Berater*innen gemeinsam mit den Kolleg*innen aus dem BAföG im Sommersemester einen „Tag der Beratung“. Der Tag hatte einen volles Programm zu den Themen Studienfinanzierung, Staatliche Unterstützung, Stipendien, Jobben und Versicherungen. Im Anschluss beantworteten die jeweiligen  Referent*innen individuelle Fragen den Studierenden. Ein rundum gelungener Tag!

Unsere Angebote

Notfallkinderbetreuung garantiert

Rund acht Prozent der Studierenden haben Kinder und sind für einen erfolgreichen Studienabschluss auf zuverlässige Betreuungsangebote angewiesen. 2022 haben wir in Frankfurt eine kurzfristige Betreuung für Kinder ab einem Alter von 8 Wochen eingeführt. Studierende können das Betreuungsangebot bei Ausfall von Tagesmutter, Kindergarten oder Hort kostenlos und garantiert in Anspruch nehmen. In Zusammenarbeit mit der Hochschule RheinMain bieten wir in Wiesbaden ebenfalls eine flexible Kinderbetreuung an.

Erneut Spitzenergebnisse für MainSWerk-Studiendarlehen

Jedes Jahr stellt das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) Studienkredite, Studiendarlehen und Bildungsfonds auf den Prüfstand. Bereits seit 2020 erzielt das MainSWerk-Studiendarlehen mit vier von fünf Sternen beste Ergebnisse. Die Bewertung setzt sich aus den Kategorien Zugang, Kapazität, Kosten, Risikobegrenzung und Flexibilität zusammen. Besondere Stärke des Darlehens ist laut CHE-Studienkredittest die Zinsfreiheit für Studierende.

Auch für Auslandssemester können Studierende das Darlehen bis zu einer Höhe von 6.000 Euro in Anspruch nehmen. Das Studiendarlehen ist zinsfrei und der Rückzahlungsbeginn 12 Monate nach Auszahlung möglich. Die fairen Konditionen unseres Studiendarlehens ermöglichen auch finanziell schwach aufgestellten Studierenden einen erfolgreichen Studienabschluss.

Beratung und Finanzierung international

Studierende aus dem Ausland stehen vor besonderen Herausforderungen und müssen sich in einer fremden Umgebung ganz neu orientieren. Unsere Sozial- und Finanzierungsberatung für internationale Studierende findet selbstverständlich auch auf Englisch statt. 2024 haben wir die Broschüre „Gut beraten durchs Studium“ in englisch „Well Advised During Your Studies“ herausgebracht. So erhalten internationale Studierende alle wichtigen Informationen auf einen Blick und können weitere Fragen bei uns in der Beratung abklären.

Unsere Psychosozialberatung bietet ebenfalls Beratung auf Englisch an, um internationalen Studierenden bei psychischen Problemen zu helfen und in akuten Krisensituationen zu unterstützen.

Familienfreundlich studieren

Studieren mit Kind stellt junge Eltern organisatorisch und finanziell vor Herausforderungen. Wir tragen mit verschiedenen Angeboten zu einer familienfreundlichen Hochschule bei. Neben einer kostenlosen Notfallbetreuung berücksichtigen wir in unseren neuen Wohnbauprojekten den Bau von familiengerechten Appartements. Mit der Family-Card erhalten kleine Gäste in unseren Mensen und Cafeterien eine Kinderportion für nur einen Euro. Individuell helfen wir Schwangeren und Familien in unserer Sozial- und Finanzierungsberatung bei Fragen rund um das Studieren mit Kind.

Kostenlose Rechtsberatung

Bei Problemen mit Vermieter*innen, Mobilfunkanbietern und anderen juristischen Fragen können die Studierenden der von uns betreuten Hochschulen eine kostenlose, allgemeine Rechtsberatung in Anspruch nehmen.

Neben der Rechtsberatung in unserem Beratungszentrum können Studierende auch in Wiesbaden bei einem dort zugelassenen Anwalt juristischen Rat einholen.

Neuer InfoPoint im ServiceCenter

Im Gebäude der Sprach- und Kulturwissenschaften auf dem Campus Westend haben wir einen neuen InfoPoint eingerichtet, der im Oktober 2022 den Betrieb aufgenommen hat.

Er dient Studierenden als erste Anlaufstelle zu allen Fragen rund um unsere Dienstleistungen und soll Orientierung geben, wo es weitere Informationen und Angebote für die jeweiligen Belange gibt. Zudem finden die Sprechstunden des Mietmanagements für Studierende dort statt.

Geöffnet ist er immer Montag bis Freitag von 9:00 – 15:00 Uhr! Auch das Team der Psychosozialberatung, bei dem Studierende in psychischen Notlagen Rat und Hilfe erhalten, ist in dem Backend-Bereich des ServiceCenters eingezogen.

Psychosozialberatung

10 Jahre Hilfe bei Sorgen und Stress

Das Studium ist eine Zeit der fachlichen und persönlichen Entwicklung, kann aber psychisch auch sehr fordern. 2019 verzeichnete das Deutsche Studierendenwerk bundesweit bei den psychosozialen Beratungsstellen der Studierendenwerke einen Anstieg der Nachfrage. So haben auch wir unsere Angebote seit 2014 stetig ausgebaut.

In über 14.000 Gesprächen beriet unsere Psychosozialberatung rund 4.000 Studierende in der offenen Sprechstunde und in Beratungsterminen. Die hohe Zahl verdeutlicht, wie essenziell eine psychische Unterstützung der Studierenden ist, die auch in akuten persönlichen und studienbezogenen Krisen ohne Wartezeiten weiterhilft. Unser Team begleitet Studierende aus allen Fachbereichen mit einem durchschnittlichen Alter von 25 Jahren. Der Großteil der jungen Menschen hat Probleme mit grüblerischen und sorgenvollen Gedanken, Stress, Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten, Ängsten, mangelndem Selbstwertgefühl und depressiver Verstimmung.

Besonders die offene Sprechstunde soll ein leicht zugängliches Angebot schaffen, zu dem die Studierenden ohne Anmeldung und wenn gewünscht, anonym kommen können. Die offene Sprechstunde findet regelmäßig auf dem Campus Westend der Goethe-Universität und während des Semesters auch an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt, und der Hochschule für Gestaltung, Offenbach, statt. Gruppenangebote und Vorträge zu studienbezogenen und psychologischen Themen gehören ebenso zum Angebot der Psychosozialberatung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Prävention psychischer Krisen und Erkrankungen im Studium. Die Studierenden lernen, wie sie mit Angst und Stress besser umgehen können und welche Techniken bei Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten helfen.

Starke Nachfrage bei Gruppenangeboten

Unsere Gruppenangebote der Psychosozialberatung bringen Studierende mit ähnlichen Problemstellungen zusammen und zeigen ihnen, dass sie nicht allein sind. Der Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Unterstützung sind ein echtes Erfolgsmodell, denn unsere Plätze bei den Gruppenangeboten sind in der Regel schnell ausgebucht. Thematisch beschäftigen sich die Gruppenkurse in erster Linie mit Prüfungsangst, Prokrastination und Schwierigkeiten in Redesituationen. Neben Veranstaltungen vor Ort gab es auch Gruppenangebote im Online-Format sowie für internationale Studierende auf Englisch.

Leitfaden zu unterschiedlichen Themen

Stress gehört mittlerweile oft zum Studi-Alltag und auch private Belastungen wirken sich negativ auf die Psyche von Studierenden aus. Unser PSB-Team hat 2022 Leitfäden für Studierende in Form von fünf Broschüren entwickelt.

Zu den Themen „Raus aus dem Tief“, „Fühl Dich wohl“, „Gesunder Schlaf“, „Prüfungsangst“ und „Prokrastination“ verweisen die Ratgeber neben ersten Handlungstipps und Alltagsstrategien bei ernsthaften psychischen Problemen auf ärztliche und psychologische Hilfe.

Netzwerk

Die Psychosozialberatung versteht sich als Ausgangspunkt für Netzwerkarbeit im Bereich des psychosozialen Hilfesystems und vernetzt sich nicht nur mit den Beratenden der Hochschulen, sondern arbeitet eng mit psychotherapeutischen Behandler*innen und Akteur*innen der Gesundheitsversorgung in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet zusammen und engagiert sich auch in regionalen Netzwerken. Gleichzeitig sorgt die Vernetzung mit dem lokalen Hilfesystem für eine passgenaue Lösung zur Unterstützung jedes einzelnen Studierenden.

Zwischen Kummer und Klausuren:
Wie die Psychosozialberatung Studierenden in seelischen Krisen hilft

Im November 2023 hat unsere Psychosozialberatung zu einer Veranstaltung mit Fachvortrag geladen, an der rund 50 Fachleute aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet teilnahmen. Neben Berater*innen der Hochschulen und kommunalen Beratungsstellen tauschten sich ambulant tätige Psycholog*innen anhand eines Fallbeispiels über die herausfordernde Lebensphase des Studiums aus und wie sich psychische Belastungen bei Studierenden manifestieren und auswirken können. Besonders das junge Erwachsenenalter ist anfällig für die Entwicklung psychischer Störungen. Deutlich wurde, dass die Arbeit der PSB-Fachleute, die professionell einschätzen können, ob eine Therapie nötig ist oder nicht, von den Therapeut*innen sehr wertgeschätzt und als hilfreich wahrgenommen wird. Die Synergien der Zusammenarbeit für die psychische Gesundheit von Studierenden sollen daher weiter ausgebaut werden.