Nachhaltigkeit & Digitalisierung

Eine Investition in unsere Zukunft

Der Auftrag, möglichst nachhaltig zu handeln, ist angesichts planetarer Grenzen eines der Topthemen der Gegenwart. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und arbeiten in allen Bereichen sowie in der Organisation daran, noch nachhaltiger zu werden. Im Blick haben wir dabei stets alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Soziales und Ökonomie. Mit unseren Bemühungen richten wir uns aber nicht nur an die Studierenden, sondern setzen auch ein starkes Signal in Richtung unserer eigenen Zukunft. Unter anderem haben wir 2024 eigens ein abteilungsübergreifendes Team für den Bereich Nachhaltigkeit gebildet.

Zudem sind wir Teil einer Welt, in der Digitalisierung – befördert durch Corona und den Aufschwung der künstlichen Intelligenz – rasant auf dem Vormarsch ist. Wir begreifen auch diese Transformation als Chance, uns weiterzuentwickeln und positive Effekte nutzbar zu machen. Ein ums andere Mal ergeben sich dabei durch Digitalisierung und Nachhaltigkeit interessante Synergien.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung haben gemein, dass alle Anstrengungen vor allem eines sind: ein kontinuierlicher Prozess, bei dem wir stets im Blick behalten, den Anforderungen der Studierenden gerecht zu werden und wirtschaftliche, vor Ort praktikable Lösungen zu erzielen.

Highlights

Innovationen für nachhaltige Verpflegung

Mit zahlreichen Innovationen haben wir uns insbesondere in unseren Verpflegungsbetrieben im Berichtszeitraum stark für Nachhaltigkeit engagiert. Einige Großprojekte davon waren die bedarfsgerechte Speisenplanung auf KI-basierten Algorithmen, die Einführung des stark vergünstigten „Restlos Glücklich“-Angebot für Speisen, die am Ende der Öffnungszeiten noch übrig sind und wir unterstützen unsere Gäste bei der Wahl einer klimafreundlichen Ernährung, durch die Auszeichnung unserer Hauptgerichte mit einem Umweltscore und vergeben zusätzlich das Label „KlimaTeller“.

Neue Wohnheime in Holz-Hybridbauweise

Unser in 2022 eröffnetes Wohnheim in der Riedbergallee wurde in Holz-Hybridbauweise realisiert, d.h. oberhalb einer Sockelzone aus Beton wurden alle Geschossdecken und Wände komplett in einer Cross-laminated Timber-Holztafelbauweise (CLT) erstellt. Der Einsatz von Holz ist auch im Inneren des Gebäudes ersichtlich und schafft eine wohnliche Atmosphäre. Das Bauen mit Holz ist nachhaltig, da es sich um einen nachwachsenden, rückbaubaren und damit recycelbaren Rohstoff handelt. Zudem verbraucht die Herstellung weniger Energie als vergleichbare Rohstoffe und spart damit CO2-Emissionen. Auch unser nächstes Studierendenwohnheim in der Hollerbornstraße, das im Herbst 2026 fertiggestellt wird, wird in Holz-Hybridbauweise ausgeführt.

Transparente Kommunikation unserer Nachhaltigkeitsmaßnahmen

 

Nachhaltigkeit ist bei uns nicht erst seit kurzem ein Thema, das sich quer durch alle unsere Bereiche zieht, sondern wir arbeiten seit Jahren in verschiedenen Bereichen und Ebenen daran, unsere Nachhaltigkeitsbilanz zu verbessern. Wir machen diese Anstrengungen verstärkt und thematisch gebündelt online sichtbar.
Das Nutzerverhalten ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, Ressourcen zu sparen. Daher geben wir Studierenden auf Social Media Anregungen, wie sie Energiesparen können, sei es in der Küche, beim Waschen, Lüften etc.

Mehr vegane und vegetarische Optionen für unsere Gäste

Wir haben in den letzten Jahren kontinuierlich unser Angebot an veganen und vegetarischen Speisen erhöht, so dass diese nun rund 70 % unseres Speisenplans ausmachen. Um eine ausgewogene Palette dieser Gerichte anbieten zu können, wurden auch neue Rezepturen entwickelt.

Einen besonderen Schwerpunkt setzen wir mit der 2023/2024 sanierten Cafeteria Dasein auf dem Campus Westend: Hier ist der überwiegende Teil der Gerichte möglichst aus regionalen Zutaten, Fairtrade oder in Bio-Qualität hergestellt.

Langjähriges Engagement für Fairtrade

Wann immer möglich, kaufen wir Lebensmittel – beispielsweise Fleisch – regionaler Anbieter, um Transportwege gering zu halten. Unter anderem beziehen wir unsere alljährlichen Martinsgänse vom Geflügelhof Dorsch aus Nordhessen und fördern handwerklich-regionale Bäckereien. Wir unterstützen seit Langem den fairen Handel und bieten Kaffee, Kakao und Rohrzucker mit Fairtrade Siegel an. So haben wir bereits seit 1998 den Brühkaffee mit fair gehandeltem Kaffee der Firma Darboven im Angebot. 2024 wurde dieses langjährige Engagement von Fairtrade Deutschland e.V. als vorbildlich ausgezeichnet.

Verpackungsmüll reduzieren leicht gemacht

Wir verfolgen verschiedene Ansätze, um Verpackungsmüll zu reduzieren. So geben wir bereits seit längerem unsere Porzellan-Kaffeebecher gegen Pfand aus. Seit Anfang 2023 bieten wir einen dazu passenden Mehrweg-Kaffeebecherdeckel zum Kauf an. Wer trotzdem nicht auf den Einwegbecher für den Kaffee verzichten möchte, zahlt 0,40 Euro Aufpreis. 2023 haben wir unsere Schüsseln aus Glas mit einem Deckel für die Ausgabe unserer Take-Away-Salate erweitert. Wir sind zudem immer auf der Suche nach neuen Lösungen, um notwendiges Einwegmaterial so nachhaltig wie möglich zu produzieren.

Investitionen für mehr Energieeffizienz in der Küche

Auch im Bereich energieeffiziente Mensa hat sich in den Berichtsjahren einiges getan, dank dessen wir hier weniger Energie und Wasser verbrauchen. In 2019 und 2020 haben wir die Spülküchen in der Mensa Point und in der Mensa Rüsselsheim saniert und dort sowie in der  Mensa Casino und der Mensa essWERK neue Kombidämpfer installiert. Wir berücksichtigen darüber hinaus generell, dass unsere Geräte (vor allem Spülmaschinen) eine Wärmerückgewinnung besitzen. In der Mensa essWERK setzen wir seit Anbeginn auf eine softwarebasierte Energieverbrauchsoptimierung. Um weitere Potenziale zu erschließen, haben wir unsere Datenerhebung zum Energieverbrauch verbessert. Im Controlling betrachten wir regelmäßig den Energieverbrauch unserer Einrichtungen im Vergleich zum Vorjahr.

Digitalisierung

Einführung digitaler Kassenbons

Der Gesetzgeber verpflichtete uns bei elektronischen Kassensystemen zur Bereitstellung von Belegen. Seit 2021 bieten wir dazu in unseren Mensen den digitalen Zahlteller an: Gäste haben die Möglichkeit, an den Kassen einen QR-Code zu scannen und bei Bedarf eine digitale Version ihres Kassenbons herunterzuladen. Die Verwendung des digitalen Zahltellers trägt dazu bei, Papier für den Belegdruck einzusparen.

Preise und Zusatzinformationen jetzt auf digitalen Displays

Unsere Verpflegungsbetriebe haben im Zuge der Digitalisierung einen neuen Hingucker erhalten: Die Preise unserer Speisen und Getränke sowie Allergenhinweise werden inzwischen auf Monitoren digital angezeigt und verwaltet. Damit können wir unsere Gäste schnellstmöglich über kurzfristige Änderungen in unserem Speisenangebot informieren. Außerdem sparen wir Ressourcen, denn die bisherigen analogen Preistafeln mussten bei jeder notwendigen Aktualisierung neu produziert werden.

Fortschreitende Digitalisierung der internen Abläufe

Um Ressourcen wie beispielsweise Papier, Toner und Transportkosten zu sparen, setzen wir auch in unseren internen Abläufen auf fortschreitende Digitalisierung. In der Verwaltung haben wir dazu auf die papierlose und digitale Rechnungsabwicklung umgestellt und archivieren unsere Belege mittels eines Dokumentenmanagementsystems. Weitere Prozesse wie abteilungsübergreifende Bearbeitung, die Verwaltung und die Archivierung von Dokumenten werden ebenfalls über das Dokumentenmanagement getätigt. Die Digitalisierung schreitet aber auch in der Personalabteilung voran. Neben der bereits bestehenden Zeiterfassung und der digitalen Abwicklung von Urlaubsanträgen, Zeitkorrekturen und der Personaleinsatzplanung, haben wir das Bewerbermanagement digitalisiert. Transparent und effizient – von der Stellenanforderung bis zur ersten Ausschreibung sowie die Auswahl bis zur Einstellung oder Absage – der gesamte Bewerbungsprozess wird ebenfalls durch das Dokumentenmanagementsystem gesteuert.

Digitale Inhalte als 1. Wahl in der Außenkommunikation

Die Digitalisierung macht auch vor unserer allgemeinen Außenkommunikation mit Studierenden nicht Halt. Daher haben wir im Berichtszeitraum, nicht zuletzt angestoßen durch die reduzierte physische Präsenz der Studierenden auf dem Campus während Corona, analoge Werbe- und Kommunikationsmittel zugunsten digitaler Kommunikationsmittel reduziert. In bestehenden gedruckten Publikationen nutzen wir verstärkt QR-Codes, um auf weiterführende digitale Inhalte auf unserer Website zu verweisen.