Organisation

 

100 Jahre Einsatz für das Wohl von Studierenden

Der plötzliche Stillstand des gewohnten Alltags während des Shutdowns in 2020 hat uns klar gemacht, wie krisenanfällig ein lang eingespieltes Wirtschafts- und Sozialsystem und die mit ihm verbundenen Prozesse sein können. Aber es hat uns auch gezeigt, wie anpassungsfähig und standfest unsere Organisation ist, denn unsere Mitarbeiter*innen haben in allen Bereichen kreative Lösungen erarbeitet und umgesetzt, um unter den Gegebenheiten bestmögliche Leistungen zu erbringen. Nicht zuletzt hat uns Corona dadurch auch gezeigt, was uns im Inneren zusammenhält.

Diese Anpassungsfähigkeit und das Engagement für Studierende zeichnen uns schon seit langem aus und so durften wir 2023 unser 100-jähriges Jubiläum begehen. Zu den Highlights unseres Jubiläumsjahres zählten eine kulinarische Zeitreise in unseren Mensen, ein Aktionstag des Bereichs Beratung & Finanzierung und BAföG und unsere Jubiläumsausstellung im IG-Farbenhaus der Goethe-Universität, in der anhand zahlreicher Exponate aus den letzten Jahrzehnten unsere ereignisreiche Geschichte lebendig wurde.
Weitere Details gibt es in der ebenfalls 2023 veröffentlichten Chronik mit dem Titel #Studierendenwohl, in der unser Werdegang detailliert und unterhaltsam aufgearbeitet wird.

Unsere Angebote haben sich zwar seit 1923 verändert und angepasst, aber sie sind so wichtig für Studierende wie eh und je. Deshalb heißt es nun für uns: Auf die nächsten 100 Jahre!

#Studierendenwohl

Geschichte des Studierendenwerks Frankfurt am Main

Wegbereiter*innen – damit studieren gelingt

Tarek Al-Wazir, Michael Boddenberg und Angela Dorn – zeigten Regierungsverantwortung für studentische Anliegen

Manfred Schubert-Zsilavecz und Detlev Reymann – Modernisierer des Studierendenwerks, ausgezeichnet mit der Verdienstmedaille des Deutschen Studierendenwerks

Gudrun Hartmann und Ferdinand Heide – Gestalter und Baumeister von Mensen, Cafés und Wohnheimen mit Leidenschaft

Wir danken auch allen Fördernden unseres Nothilfefonds, die sich mit Ihren Spenden für junge Menschen im Studium engagieren

Organigramm

Organe des Studierendenwerks Frankfurt am Main

Mitglieder des Verwaltungsrats (seit 2025)

Herr Ulrich Schielein, Vorsitzender Vizepräsident der Goethe-Universität
Herr Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences
Frau Prof. Dr. Eva Waller Präsidentin der Hochschule RheinMain
Frau Kerstin Hort-Schelm Kanzlerin der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
Frau Marion Waldeck Kanzlerin der Hochschule Geisenheim
Herr Prof. Dr. Mark Wahrenburg Professor der Goethe-Universität
Frau Prof. Dr. Claudia Büchel Professorin der Goethe-Universität
Herr Alessio Dale Studierender der Goethe-Universität
Frau Jana Paul Studierende der Goethe-Universität
Herr Felix Pfeffer Studierender der Frankfurt University of Applied Sciences
Herr Paul Ewe Studierender der Hochschule RheinMain
Herr Lewin Krella Studierender der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
Frau Michaela Kiss Studierende der Hochschule Geisenheim
Frau Ute Weyrauch Bedienstete des Studierendenwerks Frankfurt am Main
Herr Oliver Herteux Bediensteter des Studierendenwerks Frankfurt am Main

Was noch geschah

Bewegungschallenge zur Gesundheitsförderung

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, dass Erwachsene mindestens
75 Minuten pro Woche intensiv trainieren oder sich 150 Minuten pro Woche moderat bewegen sollten. Um das Bewusstsein für diesen Baustein der Gesundheitsvorsorge zu erhöhen, wählten wir daher den Slogan „Jede Minute zählt!“ als Motto für einen Wettbewerb unter unseren Mitarbeiter*innen. Sie waren aufgerufen, per Online-Formular zu melden, wie viel sie sich im Mai 2024 außerhalb der Arbeitszeit bewegt hatten. Die stolze Gewinnerin brachte es auf sagenhafte 13.465 Minuten. Zur gleichen Zeit wurde der Wettbewerb in sieben anderen Studierendenwerken durchgeführt und am Schluss die jeweiligen Zeiten (umgerechnet pro Kopf) verglichen. Mit den Bewegungsminuten unserer Mitarbeiter*innen konnten wir den 3. Platz belegen.

Kommunikationsmedien werden digitaler

Unser etabliertes Studimagazin FRANK ist vollgepackt mit den wichtigsten Infos rund um unsere Angebote und nützlichen Hinweisen zum Studierendenleben. Angesichts der Corona-Pandemie war FRANK zwischenzeitlich nur als digitale Ausgabe verfügbar. Inzwischen sind wir zur Druckversion zurückgekehrt, aber fahren zweigleisig.
Zusätzlich haben wir im Jubiläumsjahr 2023 einen Blog aufgesetzt, in dem wir Einblicke in die Geschichte unserer Abteilungen gegeben und auf Veranstaltungen hingewiesen haben. Als besonderes Schmankerl gibt es hier überdies Interviews mit Alumnis nachzulesen, die über ihre Erfahrungen an der Universität und dem Studierendenwerk sprechen.

33 Jahre Adventsessen für den guten Zweck

Im Advent führen wir alljährlich eine Spendenaktion in unseren Mensen zugunsten von Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V. durch. Der Verein unterstützt betroffene Kinder und ihre Familien in medizinischer und psychologischer Hinsicht. 2023 jährte sich die Aktion, bei der wir Spenden durch Aktionsgerichte und Spendendosen generierten, bereits zum 33ten Mal. In diesem Zeitraum konnten wir dem Verein insgesamt 237.523,04 Euro überreichen.

Umbenennung in Studierendenwerk Frankfurt am Main

Mit Wirkung zum 30. August 2022 haben wir uns umbenannt und heißen Studierendenwerk Frankfurt am Main. Wir genügen damit den gesetzlichen Vorgaben des Landes Hessen und der neue Name repräsentiert die Zielgruppe unserer Leistungen besser. Während bei der ursprünglichen Namensgebung 1923 fast ausschließlich männliche Studenten an den Universitäten zu finden waren, ist die heutige Studierendenschaft viel diverser.

Hauptsitz auf Campus Westend verlagert

Im Sommer 2022 hieß es für die Geschäftsführung,  die Kaufmännischen Dienste, die Personalabteilung als auch für die Bereiche Wohnen, BAföG und AFBG – bislang auf dem Campus Bockenheim zuhause – Umzugskisten packen und auf den Campus Westend der Goethe-Universität umziehen. Dort hatten die Verwaltung der Verpflegungsbetriebe, IT & PR und das Beratungszentrum mit der Psychosozialberatung bereits seit längerem ihre Büros. Die in 2022 bezogenen Büros befinden sich im Gebäude der Sprach- und Kulturwissenschaften in der Rostocker Straße 2.

Einsatz für mehr Inklusion im Studienalltag

Wir machen uns für Chancengleichheit von Studierenden mit Behinderung(en) und chronischen Erkrankungen stark. Auf Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention haben wir daher gemeinsam mit den hessischen Studierendenwerken in einem breit angelegten Prozess einen übergreifenden Aktionsplan erstellt. Er wurde im Januar 2020 vorgestellt und beinhaltet zehn Handlungsfelder mit spezifischen Zielen. Darauf aufbauend haben wir einen eigenen Aktionsplan erstellt und in 2021 die darin festgesetzten Maßnahmen einer ersten Evaluation unterzogen.
Unter anderem wollen wir noch stärker an der Bewusstseinsbildung für die Belange von Studierenden mit Behinderung mitwirken und unsere Unternehmenskultur mehr für diese Thematik sensibilisieren. Auch „Barrierefreiheit“ ist ein zentrales Thema, das sowohl Infrastrukturen und Wohnraum, als auch Kommunikations- und Beratungsangebote tangiert. 

Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats

Zum 1. Mai 2021 wurde Dr. Albrecht Fester, Kanzler der Goethe-Universität, neuer Verwaltungsratsvorsitzender des Studierendenwerks Frankfurt am Main. Mit Dr. Fester hat ein erfahrener und dem Studierendenwerk Frankfurt am Main bereits verbundener Partner den Vorsitz in dem 15-köpfigen Verwaltungsrat übernommen.

Mit dem Wechsel ist Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, ehem. Vizepräsident der Goethe-Universität, der das Amt des Verwaltungsratsvorsitzenden bereits seit 2009 bekleidete, ausgeschieden. Prof. Dr. Schubert-Zsilavecz hat sich als Vorsitzender des Verwaltungsrats erfolgreich dafür engagiert, das Studentenwerk Frankfurt am Main in ein modernes sozialwirtschaftliches Dienstleistungsunternehmen fortzuentwickeln.

Im Januar 2023 trat Ulrich Schielein, Chief Information Officer und Vizepräsident der Goethe-Universität, die Nachfolge von Dr. Albrecht Fester, ehem. Kanzler der Goethe-Universität, an. Der Diplom-Verwaltungswirt und Diplom-Wirtschaftsinformatiker ist an der Goethe-Universität für alle Fragen zur IT & Digitalisierung zuständig und bringt Erfahrung aus seiner Zeit in der öffentlichen Verwaltung und der Privatwirtschaft mit.

MainSWerk Service GmbH feierte 2019 ihr zehnjähriges Bestehen

Im Jahr 2009 wurde unsere Service GmbH für Reinigungsdienstleistungen „MainSWerk Service GmbH“ ins Leben gerufen. Die Gründung hat sich, im Gegensatz zur Zusammenarbeit mit einer Fremdfirma, als vorteilhaft erwiesen. So schlägt sich die stärkere Bindung in einer höheren Motivation, Arbeitsqualität sowie Zuverlässigkeit nieder. 2019 konnte die GmbH bereits ihr zehnjähriges Jubiläum feiern und hat sich zu einem soliden und wirtschaftlichen Unternehmen mit knapp 50 Mitarbeiter*innen entwickelt.

Präsenz in den Sozialen Medien ausgebaut

Wir sind bereits seit längerem auf Social Media unterwegs und seit November 2019 auch auf Instagram. Mittlerweile haben wir auf dieser Plattform viele Beiträge, Storys und Videos veröffentlicht. Unser Design hat sich mehrfach gewandelt, um sich den visuellen Trends anzupassen und unser Branding zu schärfen und unverwechselbar zu machen.
Die derzeitigen Studierenden nutzen hauptsächlich Instagram als Informations- und Unterhaltungsmedium. Umso mehr freut es uns, dass wir auf diesem Kanal inzwischen mehr als 4.000 Follower*innen haben. Verglichen mit den anderen vier größten Studierendenwerken in Deutschland liegen wir damit im Mittelfeld.

Niedrigschwelliges Recruiting studentischer Hilfskräfte

Wir beschäftigen – insbesondere in den Verpflegungsbetrieben – studentische Hilfskräfte. Da wir hier bedingt durch den zeitlich begrenzten Lebensabschnitt Studium eine höhere Fluktuation verzeichnen, sind wir ständig auf der Suche nach neuen Mitarbeiter*innen. Um die junge Zielgruppe zu erreichen, haben wir A6 Postkarten in unseren Verpflegungsbetrieben ausgelegt, auf denen Studierende lediglich ihre Kontaktdaten und den präferierten Bereich notieren müssen, um sich bei uns als Hilfskraft zu bewerben. Die niedrigschwellige Interessensbekundung bildet den Auftakt zum weiteren Kontakt mit der Personal- und Fachabteilung, um die Eignung zu prüfen.

Corona

Flexibles Personalmanagement in der Corona-Pandemie

Um die enormen Umsatzeinbußen in unseren Verpflegungsbetrieben seit März 2020 auffangen zu können, hat unsere Personalabteilung mit verschiedenen Maßnahmen eine hohe Flexibilität und Kreativität bewiesen. Neben der Kurzarbeit konnten wir durch die Einteilung in A- und B-Teams und durch Neuprojektierungen die meisten Stellen erhalten und viele Angestellte aus der Kurzarbeit wieder zurückholen. Dass dabei nicht jeder wieder an seinen vorherigen Arbeitsplatz zurückkehren konnte und teilweise fachfremde Aufgaben übernehmen musste, wurde von unserer Belegschaft konstruktiv und mit Erfolg umgesetzt.