Wohnen
FAIR WOHNEN. STARK STUDIEREN
Wer studieren will, muss wohnen. Dabei haben die jungen Menschen abhängig vom Studiengang oft nicht die freie Wahl beim Studienort, sondern werden zentral an eine Universität zugewiesen. Stetig steigende Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt erschweren die Wohnungssuche in städtischen Großraumgebieten. Hinzu kommt, dass das Budget von Studierenden zwangsläufig begrenzt ist.
Obwohl die Studierendenzahl während der Corona-Pandemie leicht rückläufig war, entspannte sich der Wohnungsmarkt keineswegs. Im Gegenteil verschärfte sich die Situation von finanziell schwach aufgestellten Studierenden durch das Wegfallen typischer Studijobs. Wartelisten für unsere Wohnheime mit bis zu 3.000 Personen sind seit 2019 bis heute nahezu unverändert.
Wir arbeiten täglich daran, die Versorgungslücke im Rhein-Main-Gebiet zu schließen und Studierenden günstiges und hochschulnahes Wohnen zu ermöglichen. Denn nur bezahlbarer Wohnraum schafft die Basis für ein erfolgreiches Studium. So ist und bleibt eines unserer Hauptziele, bezahlbaren Wohnraum für Studierende im Rhein-Main-Gebiet zu schaffen und zu erhalten. Aktuell bieten wir mit rund 3.726 Plätzen Studierenden in 35 Wohnheimen und Wohnanlagen Einzelzimmer, WG-Zimmer oder Appartements zu einem fairen Preis. Neue Wohnheime in Offenbach, z. B. am Standort der „Alten Post“ und in Wiesbaden, in der Hollerbornstraße, befinden sich in der Umsetzung.
Highlights
Energetische Modernisierung
Wir halten unsere Bestandsbauten auf dem neuesten Stand und sanieren unsere Wohnheime, um einer klimafreundlichen Energiebilanz gerecht zu werden. Das Wohnheim Beethovenplatz, Baujahr 1962, wurde im Berichtszeitraum saniert und wird im Herbst 2026 wieder bezugsfertig sein. Eine umfangreiche Sanierung wird auch im Studierendenwohnheim Ginnheimer Landstraße 40 durchgeführt.
Wohnraumgestaltung in Kooperation mit Studierenden
Im Wintersemester 2021/22 startete das Studierendenwerk Frankfurt am Main im Master-Studiengang Architektur an der Frankfurt University of Applied Sciences den Projekt-Wettbewerb STUDENT FIELD. Zur Mitgestaltung der Außenanlage der Wohnheime Ginnheimer Landstraße 40 und 42 reichten die Studierenden Entwürfe für eine Umgestaltung mit Fokus auf Freizeit, Begegnung und Bildung ein. Drei von den insgesamt 25 eingereichten Entwürfen prämierte das Studierendenwerk mit Preisgeldern in einer Höhe von insgesamt 4.250 Euro, zusätzlich wurden ein Sonderpreis und zwei Anerkennungen vergeben.
Wohnraum schaffen
Wir schaffen Wohnraum. 2021 eröffneten wir das Studierendenwohnheim Ginnheimer Landstraße 39 a – c, während 2022 der Bezug unseres neuen Wohnheimes Riedbergallee 4 folgte. Beiden Neubauten liegen ein innovatives Wohnkonzept mit Fokus auf Gemeinschaftsleben und eine nachhaltige, zeitgemäße Bauweise zugrunde.
Darüber hinaus treiben wir konkrete Bauvorhaben für Studierende am Frankfurter Beethovenplatz 4 sowie an der Ludwig-Landmann-Straße, in Frankfurt-Niederrad gemeinsam mit einem Investor sowie in Offenbach am Main am Kaiserlei voran. Aber auch die Aufenthaltsqualität in den Wohnheimen liegt uns sehr am Herzen, so u. a. mit neu gestalteten und von studentischen Tutoren bespielten Gemeinschaftsräumen in der Porthstraße und der Stralsunder Straße.
Ginnheimer Landstraße
Nach drei Jahren Bauzeit konnte das Studierendenwohnheim Ginnheimer Landstraße 39 a – c zum 1. April 2021 bezogen werden. Mit dem Neubau bieten wir Studierenden insgesamt 297 möblierte Einzelappartements mit Wohnkomfort auf dem neuesten Stand.
Neben Gemeinschaftsräumen und -Küche, Flächen im Außenbereich und einem Gemeinschaftsgarten steht den Bewohner*innen ein großzügiger Fitnessraum zur Verfügung. Umgeben von Grünflächen mit Nähe zum Sportcampus der Goethe-Universität ist das Wohnheim mit seiner zentralen Lage ein äußerst attraktiver Wohnort. Die innovative Passivhausbauweise nach KfW 40 Standard, ausgestattet mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach wird dabei den Anforderungen nach zeitgemäßem Bauen und Wohnen gerecht.
Wohnheim Riedbergallee
Das Wohnheim Riedbergallee 4 eröffneten wir im September 2022.
Durch die Holz-Hybridbauweise ist das hochwärmegedämmte Passivhaus besonders klimafreundlich. Das größte Holzhaus Hessens (Stand 2022) ist in seiner nachhaltigen Umsetzung und mit der Verwendung von u.a. 2.900 Kubikmetern heimischem Fichtenholz zukunftsweisend. Das Raumkonzept fördert mit Nähstube, Fahrradwerkstatt, Kino, Tanz-, Yoga-, Fitness- und Musikraum das Gemeinschaftsleben. Zwei Lernräume bieten Austauschmöglichkeiten und das Knüpfen von Kontakten auf fachlicher Ebene. Durch die Förderung eines gemeinschaftlichen Zusammenlebens soll auch internationalen Studierenden das Einleben in eine neue Umgebung erleichtert werden. Das International House für Gastwissenschaftler*innen der Goethe-Universität ist mit 27 Wohneinheiten direkt an das Wohnheim angegliedert und ein idealer Ort für den Austausch von Lehrenden und Studierenden.
Insgesamt konnten wir seit 2019 durch die beiden neuen Häuser 656 neue Wohnheimplätze in Frankfurt schaffen.
Hollerbornstraße 7 in Wiesbaden
Unser aktuelles Bauprojekt ist ein Studierendenwohnheim in der Hollerbornstraße am Campus Kurt-Schumacher-Ring an der Hochschule RheinMain. Genau wie bei unseren anderen Neubauten basiert die Planung auf einem sozialen Wohnkonzept und einer nachhaltigen Bauweise. Das geplante Holz-Hybridgebäude ist klimafreundlich und soll als Green Building eine DGNB Silber und QNG Plus Zertifizierung erhalten.
Durch eine integrierte Kindertagesstätte erhalten Studierende mit Kind besondere Unterstützung. In einem Servicebereich sind das Hausmeisterbüro und zwei Beratungsräume untergebracht. Dort wird das Studierendenwerk ein wechselndes Angebot aus den Bereichen Sozial-, Finanzierungs- und BAföG-Beratung sowie eine Psychosozialberatung den Studierenden anbieten.
In Anwesenheit der Hessischen Minister für Wirtschaft, für Finanzen und für Wissenschaft, der Kanzlerin der Hochschule RheinMain, des Oberbürgermeisters der Stadt Wiesbaden, Vertreter*innen der am Bau beteiligten Firmen und weiteren Gästen wurde 2025 das Richtfest für den Rohbau gefeiert. Ende 2026 wird der Neubau mit 435 Wohnheimplätzen, davon zwölf barrierefrei und fünf Rollstuhl geeignet, fertiggestellt und von Studierenden bezogen werden.
Neu- und Umbau Alte Post Offenbach
Das Studierendenwerk Frankfurt am Main plant den Bau von über 250 Wohnheimplätzen in den Bestandsgebäuden der „Alten Post“ in Offenbach und einen Neubau auf den brachliegenden Flächen der Liegenschaft. Unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes beinhaltet die Bauplanung Gemeinschaftsräume, Ateliers und die Neuorganisation von Pkw-Stellplätzen. Dabei werden Bausubstanz und Bauelemente des Kulturdenkmals bestandsschonend saniert. Die Nähe zur Hochschule für Gestaltung in Offenbach schafft vor allem für dort immatrikulierte Studierende einen attraktiven Wohnort.
Der ausgelobte Architektur-Wettbewerb zur Umgestaltung wurde im April 2024 entschieden und das Studierendenwerk Frankfurt am Main wird die Realisierung mit dem 1. Preisträger, Scharnberger Architekten und Ingenieure, Frankfurt am Main verwirklichen.
Gemeinschaft stärken
Das Gemeinschaftsleben in unseren Wohnheimen liegt uns am Herzen. So setzen wir bei unseren Neubauten auf zeitgemäße Raumkonzepte, die das Zusammenleben fördern. Neben großen Küchen und Wohnräumen bieten Lern- und Freizeiträume wie Fahrradwerkstatt und Fitnessraum Möglichkeiten zu Kontakt und Austausch. Außen- und Gartenflächen der Wohnheime sind ebenfalls großzügig angelegt und dienen als Treffpunkt für die Studierenden.
Das Programm MainTutor umfasst unter unserer Koordination Aktionen von Studis für Studis in unseren Wohnheimen und soll aktiv zu einem lebendigen Gemeinschaftsleben in den Studierendenwohnheimen beitragen.
Anmietung von Wohnungen in der Platensiedlung
In der Frankfurter Platensiedlung startete 2017 eine umfangreiche Modernisierung durch die ABG Frankfurt. Insgesamt wurden rund 650 neue Wohnungen geschaffen. Erreicht wurde dies durch die Aufstockung der dreigeschossigen Gebäude um zwei Stockwerke sowie durch den Bau neuer Brückenhäuser und Torbauten. Als Teil dieser Modernisierung konnten 173 Appartements von der ABG an das Studierendenwerk zur Vermietung an Studierende übergeben werden. Die Appartements für die Studierenden sind ca. 25 m² groß und unmöbliert. Die Kosten liegen bei 430 Euro Warmmiete monatlich. Durch die gute Verkehrsanbindung zu Hauptbahnhof, Innenstadt und Campus Westend der Goethe-Universität hat die Platensiedlung eine ideale Lage.
Verlängerung Mietvertrag Stralsunder Straße
150 Wohnheimplätze in der Stralsunder Straße stehen Studierenden mit der Verlängerung des Mietvertrags durch die Goethe-Universität bis auf Weiteres zur Verfügung. Nach der Nutzung des Wohngebäudes durch die US Army und den Bund, sollte das Gebäude zwecks eines schulischen Neubaus bereits 2019 abgerissen werden. Wir freuen uns den Wohnraum weiterhin unseren Studierenden zu günstigen Konditionen anbieten zu können.
Wahlprüfsteine und Initiativen
Studierende sind die Fachkräfte von morgen und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft.
FAIR WOHNEN. STARK STUDIEREN – damit starteten wir unseren Aufruf an Politik und Öffentlichkeit zur Bundestagswahl 2021 und den Kommunalwahlen in Hessen 2021. In unseren Wahlprüfsteinen forderten wir die Parteien auf, insbesondere den prekären Wohnraummangel für Studierende in der Hochschulpolitik mit maßgeblichen Strategien zu berücksichtigen. Wir machten deutlich, dass wir zur Verbesserung der Wohnraumsituation von Studierenden dringend auf günstige Darlehen, Baukostenzuschüsse und geeignete Baugrundstücke durch das Land Hessen, Kommunen und Städte angewiesen sind, denn bezahlbarer studentischer Wohnraum sichert entscheidend den Wissenschaftsstandort im Rhein-Main-Gebiet.
In unseren Wahlprüfsteinen zu den Landtagswahlen 2023 gab es parteienübergreifende Resonanz, das Thema Wohnraummangel als zentralen Punkt in der Hochschulpolitik auszubauen. Ähnlich war das Ergebnis unserer Wahlprüfsteine der OB-Wahl Frankfurt 2023. Der Großteil der Parteien sieht es als eine wichtige Aufgabe den Wohnungsmarkt für Studierende zu entspannen. So ist und bleibt es unser Ziel, konkrete Handlungsstrategien von der Politik einzufordern.
Wohnraumkampagne
Steigende Mieten und Immobilienpreise sorgen weiterhin für einen angespannten Wohnungsmarkt. Zum Start des Wintersemesters ist der Wohnraummangel bei Studierenden besonders groß. Auch wenn die Studierendenzahl während der Coronapandemie leicht rückläufig war, bleibt bezahlbarer Wohnraum im Rhein-Main-Gebiet für Studierende äußerst knapp und die Zahl der Studierenden auf unserer Warteliste nahezu unverändert.
So riefen wir auch 2024 zum Start des Wintersemesters unter dem Motto „Jeder Quadratmeter zählt“ Bürger*innen zur Vermietung von Wohnraum an Studierende auf. Trotz umfänglicher Bewerbung unserer Kampagnen, gingen die Inserate auf unserem Portal www.wohnraum-gesucht.de kontinuierlich zurück. Dies zeigt, dass sich die Wohnungslage auf dem freien Markt zunehmend verschärft. Daher ist unser Engagement neuen Wohnraum für Studierende zu schaffen nicht nur notwendig und unerlässlich, sondern bedarf zukünftig weiterhin des Ausbaus.
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Mit dem Neustart des Programms MainTutor fördern wir gezielt das Gemeinschaftsleben in unseren Wohnheimen. Ehrenamtlich engagieren sich Bewohner*innen in ihrem Wohnheim für gemeinsame Freizeit- und Lernprojekte und sind Ansprechpartner*innen für alltägliche Fragen rund um das Wohnheim. Sie unterstützen internationale Studierende bei der Orientierung in einer neuen Umgebung und helfen bei Sprachbarrieren und erstem Kontakt mit Behörden. Bei Lernstress oder ernsthaften Problemen geben sie Studierenden Informationen für die richtige Anlaufstelle. Wir begleiten unsere Tutor*innen mit Schulungen und ermöglichen einen regelmäßigen Austausch unter den Teams. Das MainTutor Programm läuft Stand Ende 2025 in vielen Wohnheimen in Frankfurt am Main sowie in Wiesbaden und Rüsselsheim.
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Schneller Service mit unserem Mieterportal
Mit dem Mieterportal bieten wir Bewohner*innen unserer Wohnheime einen Online-Service für alle wichtigen Angelegenheiten rund ums Wohnen. So können Studierende über ein Online-Formular direkt Kontakt mit dem entsprechenden technischen Mitarbeiter aufnehmen, um Schäden oder Mängel zu melden oder Termine für den Ein- und Auszug zu vereinbaren. Auf dem Portal erfahren Sie, wie die LAN-Administrator*innen und Wohnheimtutor*innen einfach und schnell erreichbar sind. Daneben informieren wir mit einem FAQ über häufig gestellte Fragen zu Mietvertrag, Versicherungen oder Kündigungsfristen in unseren Wohnheimen.
Neben den alltäglichen Fragen finden die Bewohner*innen bei Stress und Sorgen auch Kontakte für Hilfe in akuten Notsituationen und Krisen.
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LAN-Support in Frankfurter Wohnheimen
Gerade neu eingezogene Studierende haben häufig Probleme bei der Installation des Internetzugangs auf ihren Geräten. Wir haben daher in einigen Frankfurter Studierendenwohnheimen wieder LAN-Administrator*innen zur Unterstützung eingestellt. Die Admins wohnen in unseren Wohnheimen, kennen sich bestens mit der Materie aus und können bei akuten Problemen schnelle Hilfe leisten. Aktuell unterstützen zwei LAN-Administrator*innen die Studierenden in unseren Wohnheimen.








